leipzig liest - mit götz werner und einer handvoll bloggern

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die leipziger buchmesse verkürzt sich dieses jahr für mich leider auf einen einzigen abend, weil ich das wochenende unterwegs sein werde.

aber immerhin konnte ich am donnerstag abend zwei veranstaltungen aus der “leipzig liest”-reihe besuchen.

zunächst ging es in die peterskirche zu götz werner.
götz werner ist gründer und chef der dm-drogeriemarkt-kette und tritt seit längerem für das bedingungslose grundeinkommen ein. vor einigen tagen hat er ausserdem ein (weiteres) buch zu diesem thema herausgebracht: “einkommen für alle”

herr werner hat allerdings nicht viel aus seinem buch vorgelesen, vielmehr hat er in rund einer stunde sehr anschaulich und wirklich eindringlich seine idee einer gesellschaft auf der basis des bedingungslosen grundeinkommens dargestellt. das publikum war zahlreich erschienen und merklich konzentriert bei der sache - was sich am ende in einem lang anhaltenden applaus nochmals bekräftigte.

der vortrag hat sich spannenderweise fast gar nicht um das eigentliche thema gedreht, also um ausgestaltung oder sinn und zweck des grundeinkommens, sondern vielmehr um die folgen und zusammenhänge. hauptaufhänger war der wandel von der selbstversorger- zur fremdversorger-gesellschaft.
launig, mit humor und passenden beispielen konnte götz werner die veränderungen in den letzten jahrzehnten und den damit einhergehenden problemen in der “alten arbeitswelt” aufzeigen - und seine vision einer “neuen arbeitswelt” wirklich anschaulich machen.

fazit:
das thema ist für mich ja nicht neu, als freund des liberalen bürgergeldes. um so erfreuter war ich, jemanden zu diesem themenkomplex reden zu hören, der es wirklich ernst meint und für diese idee weitere verbündete sucht - und an diesem abend sicher gefunden hat. folglich waren am ende auch alle exemplare seines buches ausverkauft.

anschliessend wechselte ich noch ins nahegelegene volkshaus, wo sich don alphonso, don dahlmann, lyssa, madame modeste, felix und thomas knüwer bei der handesblatt-blog-lesung auf dem podium abwechselten.

es wurden jeweils kurze beiträge gelesen, deren themen sich genauso um leichen und nutten, badewannen- und sport-erlebnisse, wie um erheiternde einsichten in eine “pr-agentur am rande der stadt” drehten.
kurzweilig und gut besucht - und damit war der abend gegen halb 12 auch schon zu ende…

update vom 28.3.:
eine rückschau auf die blogger-lesung mit allen wichtigen links zu den anwesenden und den texten gibt bei heldenstadt.de

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